Klebeverbindung – Präzisionsmontage für Hochleistungsglaskomponenten
Das Verkleben mit Klebeband ist ein entscheidender Prozess bei der Herstellung von Deckglas. Dabei werden in einem Reinraum maßgeschneiderte, gestanzte Klebebänder am Rand des Glases angebracht. Dies gewährleistet eine saubere, feste und montagefertige Verbindung mit dem Rahmen oder Gehäuse des Endprodukts – und minimiert so Verunreinigungen und maximiert die strukturelle Integrität.
Durch die Verwendung branchenführender Klebebänder von vertrauenswürdigen Marken wie 3M™, TESA®, NITTO® und LOHMANN® bietet der Klebeprozess überlegene Haftung, thermische und chemische Beständigkeit sowie Langzeitbeständigkeit für eine breite Palette von Geräten und Umgebungen.
Wichtigste Vorteile der Klebeverbindung:
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Saubere und sichere Verklebung: Staubfrei, blasenfrei und mit starker Haftung für anspruchsvolle Glas-Rahmen-Verbindungen
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Kundenspezifisches Stanzen: Präzise Klebemuster, optimiert für Form und Funktion des Bauteils.
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Designflexibilität: Unterstützt gebogene Kanten, Ausschnitte und komplexe Geometrien
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Sofort montagebereit: Keine Aushärtungszeit erforderlich – ideal für optimierte Produktionslinien
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Materialexpertise: Beratung bei der Auswahl des optimalen Klebebandtyps basierend auf Oberflächenenergie, Dicke, Umgebungsbedingungen und Anpresskraft
Typische Anwendungsbereiche:
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Unterhaltungselektronik (Smartphones, Tablets)
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Touchscreens und Infotainment-Displays in Fahrzeugen
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Smart-Home-Panels und Steuereinheiten
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Medizinische und industrielle Anzeigemodule
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Optische und sensorische Fenster

Automated Tape Application – Precision Bonding at Industrial Scale
Maschinelles Klebebandapplikationsverfahren nutzt automatisierte oder halbautomatisierte Anlagen, um individuell gestanzte Klebebänder mit höchster Präzision und Geschwindigkeit auf Glasoberflächen aufzubringen. Dieses Verfahren eignet sich ideal für Produktionsumgebungen mit hohem Durchsatz, in denen Konsistenz, Effizienz und Prozesswiederholbarkeit entscheidend sind.
Durch präzise Konstruktion und programmierbare Positionierungssysteme wird bei der automatisierten Klebebandapplikation eine optimale Ausrichtung und Haftung gewährleistet, während der Eingriff des Bedieners minimiert wird.
Wichtigste Vorteile:
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Außergewöhnliche Konstanz: Gewährleistet enge Toleranzen und wiederholbare Genauigkeit bei jedem einzelnen Gerät.
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Hohe Durchsatzgeschwindigkeit: Steigert die Produktionsleistung und verkürzt die Lieferzeiten für Großaufträge
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Reduzierte menschliche Fehler: Minimiert Fehlausrichtungen, Faltenbildung und Verunreinigungen durch manuelle Handhabung
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Reinraumkompatibilität: Vollständig integrierbar in Reinraumumgebungen nach ISO-Standard
Zu berücksichtigende Einschränkungen:
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Größenbeschränkungen: Die Ausrüstung kann die maximalen Paneelabmessungen einschränken.
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Designänderungsstarrheit: Die Änderung von Layouts oder Formen erfordert eine Umrüstung der Werkzeuge, was die Durchlaufzeit und die Kosten erhöht.
Das automatisierte Klebebandverfahren eignet sich ideal für die Massenproduktion, bietet gleichbleibende Leistung und reduziert Abfall – und ist damit die bevorzugte Lösung für intelligente Geräte, Automobilbaugruppen und Präzisionsglasmodule.

Fachkundige Anwendung – Flexibles Klebebandkleben für individuelle Glasprojekte
Das manuelle Aufbringen von Klebeband ist ein technikergesteuerter Prozess, der sich ideal für komplexe, übergroße oder in geringen Stückzahlen gefertigte Glasbauteile eignet, bei denen eine Automatisierung nicht möglich ist. Dieses Verfahren, das von erfahrenen Fachkräften unter Reinraumbedingungen durchgeführt wird, gewährleistet eine präzise Klebebandplatzierung und bietet gleichzeitig unübertroffene Designflexibilität sowie Möglichkeiten zur schnellen Prototypenerstellung.
Es ist die optimale Lösung für Projekte mit unregelmäßigen Geometrien, häufigen Designiterationen oder kundenspezifischen Klebeanordnungen, insbesondere während der Forschung und Entwicklung, der Pilotproduktion oder der Montage von Sonderformaten.
Wichtigste Vorteile:
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Maximale Flexibilität: Unterstützt praktisch jede Glasform, -größe oder Klebstoffkonstruktion ohne maschinelle Einschränkungen.
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Kosteneffizient für Prototypen: Erspart den Bedarf an teuren Werkzeugen und Einrichtungsarbeiten.
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Schnelle Bearbeitungszeiten: Ideal für Designvalidierung, Entwicklungsmuster und dringende Kleinserienfertigung.
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Menschliche Aufsicht: Ermöglicht Echtzeit-Anpassungen und Qualitätskontrolle durch qualifizierte Techniker.
Überlegungen:
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Geringere Produktionsgeschwindigkeit: Aufgrund längerer Zykluszeiten nicht für die Großserienfertigung geeignet.
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Fachliche Anforderungen: Präzision und Konsistenz beim Kleben hängen von der Expertise des Technikers und der Einhaltung der Prozessvorgaben ab.
Die manuelle Applikation bleibt eine unverzichtbare Fähigkeit beim Präzisionsglaskleben und bietet Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit und handwerkliches Können, wo die Automatisierung nicht ausreicht.

Challenges & Solutions in Cover Glass Bonding
Eine makellose Verklebung zwischen Klebeband und Deckglasscheiben ist einer der wichtigsten – und technisch anspruchsvollsten – Schritte im Produktionsprozess. Im Folgenden werden drei häufige Herausforderungen beim Verkleben und deren Lösungen erläutert, um blasenfreie, saubere und montagefertige Ergebnisse in großem Maßstab zu erzielen.
Makellose Verklebung für großformatige Glasscheiben
Herausforderung:
Standardmäßige Klebstoffauftragsmaschinen verfügen oft nicht über die nötige Kapazität, um großformatige Deckgläser, wie sie beispielsweise in Digital Signage, interaktiven Kiosken oder Industriedisplays verwendet werden, zu verarbeiten. Diese Einschränkung zwingt Hersteller zur manuellen Verklebung, die häufig zu Lufteinschlüssen, Fehlausrichtungen und hohen Ausschussraten führt und somit die Kosten erhöht und die Zuverlässigkeit verringert.
Lösung:
Um dieses Problem zu lösen, haben wir ein eigenes Laminierverfahren entwickelt. Nach präziser manueller Ausrichtung durchläuft die Platte eine speziell angefertigte Großformatlaminieranlage mit kalibrierten Druckwalzen. Diese Walzen entfernen die Luft gleichmäßig und schrittweise und erzielen so eine makellose, blasenfreie Verbindung, die mit manueller Applikation allein nicht zu erreichen ist.
Lösung von Problemen wie Kontamination, Blasenbildung und geringer Ausbeute
Herausforderung:
Bei herkömmlichen Klebeverfahren stehen Hersteller vor drei wiederkehrenden Qualitätsproblemen:
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Staub, der den optischen Sichtbereich verunreinigt
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Unter dem Klebstoff eingeschlossene Luftblasen
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Niedrige Produktionsausbeuten aufgrund dieser kombinierten Mängel
Diese Ausfälle beeinträchtigen die Leistung des Panels und erhöhen die Stückkosten drastisch.
Lösung:
Wir verfolgen einen zweistufigen Ansatz, um diese Grundursachen zu beseitigen:
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Das Verfahren „Geschützter Sichtbereich“ gewährleistet, dass die optische Zone des Glases während des gesamten Klebeprozesses vollständig abgedichtet und vor Verunreinigungen geschützt bleibt.
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Unser laminierungsunterstütztes Klebeverfahren beseitigt Lufteinschlüsse und gewährleistet so eine nahtlose Verklebung.
Das Ergebnis ist ein sauberer, ertragreicher Verbindungsprozess, der konsistente Ergebnisse in Produktionsqualität liefert.
Konstruktion für Ihre Montagelinie
Herausforderung:
Selbst perfekt verklebte Paneele können bei der Endmontage Probleme verursachen, wenn sich die Schutzfolie nur schwer entfernen lässt. Techniker haben dann möglicherweise Schwierigkeiten beim Abziehen, müssen auf scharfe Werkzeuge zurückgreifen oder berühren versehentlich die Klebefläche – was zu Beschädigungen, Verunreinigungen oder Verzögerungen in der Serienproduktion führen kann.
Lösung:
Wir entwickeln Klebeverbindungen mit Blick auf den Endanwender. Im Rahmen unseres Design-for-Manufacturing-Services (DFM) integrieren wir eine speziell angefertigte „Easy-Peel Pull Tab“ in die Trennfolie. Diese praktische Funktion ermöglicht ein schnelles, werkzeugloses Entfernen der Folie, steigert die Effizienz des Bedieners und schützt gleichzeitig die Klebeverbindung während der Montage.
Unsere Klebeverbindungen sind nicht nur auf Qualität ausgelegt, sondern auch auf Leistungsfähigkeit in der Praxis während des gesamten Produktions- und Montagezyklus.







