Glasverstärkung
Die Glasverstärkung ist ein wichtiges Nachbearbeitungsverfahren, das die mechanische Festigkeit, die Wärmebeständigkeit und die Schlagfestigkeit von Glasbauteilen deutlich verbessert. Durch die Modifizierung der Oberflächenstruktur und der inneren Spannungsverteilung erhöht dieses Verfahren die Widerstandsfähigkeit des Glases gegen Risse, Absplitterungen und plötzlichen Bruch – und macht es somit sicherer und zuverlässiger für den Endgebrauch.
Wichtigste Vorteile von verstärktem Glas:
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Verbesserte Haltbarkeit: Deutlich verbesserte Beständigkeit gegen Stöße, Kratzer und Abrieb, was zu einer längeren Lebensdauer der Glaskomponenten führt.
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Hohe Wärmebeständigkeit: Hält erhöhten Temperaturen und Temperaturschocks stand, ideal für Umgebungen mit hohen Temperaturen und den Einsatz im Freien.
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Designflexibilität: Geeignet für eine breite Palette von Stärken, Formen und Größen, wodurch individuelle Glasdesigns ohne Kompromisse bei der Festigkeit möglich sind.
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Überlegene Sicherheit: Im Falle eines Bruchs zerfällt gehärtetes Glas in kleine, stumpfkantige Stücke, wodurch das Verletzungsrisiko in kritischen Umgebungen verringert wird.
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Optische Klarheit: Gewährleistet eine hohe Lichtdurchlässigkeit und visuelle Schärfe und eignet sich daher für Displays, Kameraobjektive und optische Fenster.
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Dimensionsstabilität: Widersteht mechanischer Belastung und thermischer Ausdehnung bei gleichzeitiger Beibehaltung von Planheit und präzisen Toleranzen für eine hohe Montagegenauigkeit.
Besonderheit
Prozesstyp
0,1–12 mm (ideal für dünnes Glas)
✅ Kann nachbearbeitet werden
Hohe Klarheit, minimale Verzerrung
Glatte, makellose Oberfläche
Dünnes, optisches oder gebogenes Glas
Kann je nach Verwendung an Ort und Stelle brechen.
Höhere Kosten, stärkere Spezialisierung
Physikalische Härtung
Thermische Abkühlung (Hitze- und Luftabschreckung)
2–19 mm (typisch)
❌ Nach dem Härten nicht mehr schneiden oder bohren.
Geringfügige Verzerrungen möglich
Leichte Unebenheiten möglich
Große Paneele, allgemeine Verwendung
Zerbricht in kleine, stumpfe Stücke
Kostengünstiger für große Größen
Chemische Verstärkung
Besonderheit
Anwendbare Dicke
Kantenmodifizierbarkeit nach
Optische Klarheit
Oberflächenqualität
Am besten geeignet für
Bruchverhalten
Kosteneffizienz
1. Thermisches Anlassen (Physikalisches Anlassen)
Das Glas wird auf eine hohe Temperatur (ca. 620–680 °C) erhitzt und anschließend mit Hochdruckluftstrahlen rapide abgekühlt. Dadurch entstehen Druckspannungen an der Oberfläche und Zugspannungen im Inneren, was zu einer bis zu fünffach höheren Festigkeit als bei herkömmlichem, nicht geglühtem Glas führt. Ideal für Architekturglas, Fahrzeugdisplays und sicherheitskritische Anwendungen.
Unsere Anlage zur physikalischen (thermischen) Vorspannung liefert gleichbleibend hochwertige Ergebnisse für ein breites Spektrum an Glasgrößen und -stärken. Das Verfahren gewährleistet hervorragende Planheit und Sicherheit für anspruchsvolle Anwendungen.
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Maximale Größe: 2200 × 1600 mm
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Dickenbereich: 2 – 18 mm
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Produktionskapazität: Bis zu 8.000 m² gehärtetes Glas pro Tag
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Ebenheitstoleranz: Längste Kante × 5‰
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Ausstattung: Südlicher Härteofen mit fortschrittlicher Luftstrom- und Echtzeitsteuerung
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Wichtigste Vorteile:
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Überlegene Luftstromführung für gleichmäßige Wärmeverteilung
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Präzise Temperatur- und Druckregelung für optimale Spannungsprofile
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Präzisionshärtung für gleichbleibende Festigkeit und optische Qualität
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Dieses Verfahren eignet sich ideal zur Herstellung von hochfestem Sicherheitsglas für Gebäudefassaden, Fahrzeuginnenausstattungen, Industrieschirme, Möbelpaneele und große Deckglaskomponenten.

2. Chemische Verstärkungsmöglichkeiten
Unser chemisches Glasverfestigungsverfahren ist für ultradünne, hochpräzise und optisch klare Glasanwendungen konzipiert, bei denen herkömmliche Vorspannungsverfahren nicht anwendbar sind. Durch einen kontrollierten Ionenaustausch werden kleinere Natriumionen (Na⁺) an der Glasoberfläche durch größere Kaliumionen (K⁺) ersetzt. Dies erzeugt eine tiefe und gleichmäßige Druckspannung, ohne die Form oder Transparenz des Glases zu verändern.
Dieses Verfahren eignet sich besonders für dünne Glasscheiben, gebogene oder geformte Teile sowie hochwertige Komponenten, die überlegene mechanische und optische Eigenschaften erfordern.
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Maximale Größe: 2300 × 1800 mm
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Dickenbereich: 0,1 – 12 mm
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Chargenkapazität: Bis zu 23 Tonnen pro Zyklus
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Ebenheitstoleranz: Längste Kante × 1‰ (extrem eben)
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Ausrüstung: Größter chemischer Härteofen in Südchina
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Wichtigste Vorteile:
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Ideal für ultradünnes Glas (Smartphones, Wearables, optische Linsen)
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Makellose Oberflächenbeschaffenheit ohne sichtbare Verzerrungen
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Minimale Verformung oder Biegung, selbst bei Mikrodicken
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Dieses Verfahren findet breite Anwendung in der Unterhaltungselektronik, bei medizinischen Geräten, optischen Sensoren und HUD-Displays in Fahrzeugen, wo höchste Bildschärfe, hohe Biegefestigkeit und Maßgenauigkeit unerlässlich sind.

3. Kostenfaktoren bei der Kantenbearbeitung
🟢 Which Strengthening Method Offers the Best Optical Clarity?
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Chemical strengthening provides superior optical clarity with virtually no visual distortion, making it ideal for high-resolution display glass and optical-grade applications.
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Physical tempering may introduce minor optical warping due to rapid heating and cooling, especially in large or thin panels.
🔵 Can a Single Glass Panel Be Both Chemically and Physically Strengthened?
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Generally, no. These are distinct processes suited for different use cases and glass compositions.
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Chemical strengthening is best for thin, delicate, or complex shapes.
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Physical tempering is more appropriate for thicker, flat, and large-size panels.
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Hybrid treatments are possible but rare, costly, and technically complex.
🟡 What Types of Glass Are Compatible with Chemical Strengthening?
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Aluminosilicate glass is the most suitable and widely used material for chemical strengthening.
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Soda-lime glass and other specialty compositions can also be chemically strengthened, depending on the ion-exchange profile and end-use requirements.
🔴 How Does Chemically Strengthened Gorilla® Glass Compare to Standard Glass?
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Gorilla Glass outperforms regular chemically strengthened glass in every metric:
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Depth of Layer (DOL): ≥ 40 µm
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Compressive Stress (CS): ≥ 650 MPa
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Surface Quality: Smoother and more scratch-resistant
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Impact Resistance: Significantly higher
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Light Transmission: Gorilla Glass > 90%, ordinary glass ~86–87%
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🟠 What Are the Typical Stress Performance Standards?
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Corning® Gorilla® Glass:
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DOL > 40 µm
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CS > 650 MPa
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Float / Standard Glass:
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DOL > 8 µm
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CS > 450 MPa
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🟣 Can Strengthened Glass Be Cut After Processing?
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Only chemically strengthened glass can be cut or machined after treatment, using specialized tools and precautions.
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Tempered (physically strengthened) glass will shatter if cut post-process. All cutting must be done prior to tempering.
🔘 When Should Glass Be Printed – Before or After Strengthening?
The correct printing process depends on the ink type and the strengthening method:
For Physical Tempering:
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Ceramic inks: Print before tempering; the high heat fuses the ink to the glass surface.
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Low-temperature inks: Print after tempering, as these inks can’t withstand high temperatures.
For Chemical Strengthening:
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Printing is possible both before and after strengthening.
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However, printing before chemical strengthening is usually preferred for better ink adhesion and long-term durability.

